Grüne Jugend verteilt Bio-Ostereier

2013-03-28 10.39.22Nicht nur bei Kindern ist das Ostereiersuchen sehr beliebt, macht es doch viel Spaß und schmecken tut es auch noch. Außerdem gehören die Eier seit Jahrhunderten zur Tradition. Klingt doch alles super und Eier sind im Supermarkt auch genug vorhanden: Worauf warten wir also? The same procedure as every year!

Aber woher kommen die ganzen Eier eigentlich? Natürlich von glücklichen Hühnern, die viel Platz und Auslauf haben, so sagt es uns zumindest das Bild auf der Verpackung und die Werbung. Mit der Realität hat dies in den meisten Fällen leider nichts zu tun: Wenn einem Huhn im Käfig kaum mehr als ein DIN A4 Blatt Platz zu Verfügung steht, ist das keine bäuerliche Idylle, sondern vielmehr das Ergebnis der Industrialisierung der Lebensmittelerzeugung, bei der ausschließlich auf Masse und billige Preise gesetzt wird. „Das führt zu Kostendruck, intransparenten Strukturen und begünstigt Lebensmittelskandale und Betrügereien“, erklärt Yvonne Stalder, Sprecherin der Grünen Jugend Kreis Kleve, „diese agrarindustrielle Tierhaltung geht auf Kosten des Tierschutzes, unserer Gesundheit und der Umwelt.“

Um auf diese Problematik aufmerksam zu machen und Alternativen aufzuzeigen, verteilte die Grüne Jugend Kreis Kleve zu Ostern Bio-Eier. Dass es auch anders geht, zeigt die Bio- und der Freilandhaltung. Hier verbringen die Hühner nicht ihr ganzes Leben im Stall, sondern haben genügend Auslauf und Platz. Bei dieser Haltungsform können die Hennen ihrem Bedürfnis zu laufen, zu scharren, zu picken und im Sand zu baden am ehesten nachgehen.

Doch wie erkenne ich nun aus welcher Haltungsform mein Ei kommt? Dafür sind alle Eier gestempelt. Für die Haltungsform ist die erste Ziffer entscheidend: Die 0 steht für ökologische Haltung, die 1 für Freilandhaltung, die 2 für Bodenhaltung und die 3 kennzeichnet Käfighaltung. Wer die artgerechte Haltung unterstützen will, sollte in Zukunft darauf achten nur noch Eier mit der 0 oder 1 zu kaufen. Darüber hinaus empfehlen wir auf dem Wochenmarkt oder direkt vor Ort bei Bauernhöfen einzukaufen.Auf www.gjkreiskleve.de haben wir weitere Informationen zusammengefasst.

Wir treten für eine Agrarpolitik ein, die bäuerliche Strukturen erhält, Tierrechte konsequent schützt, Transparenz schafft und die Förderung auf Regionalität und Nachhaltigkeit ausrichtet. In diesem Sinne wünschen wir Mensch und Huhn schöne Ostertage!